Kurt Tepperwein – Der Öllämpchen-Vergleich

Was immer wir im Bewusstsein lange genug festhalten, ist gezwungen, in der Außenwelt Tatsache zu werden.

Kurt Tepperwein

Wie gehen wir mit Heilung um? 

Stelle dir vor, du bist mit deinem Auto unterwegs und plötzlich leuchtet die Öldruckkontrolllampe auf. Du fährst sofort in die Werkstatt, denn du weißt, hier muss direkt etwas getan werden. Der Mechaniker besieht sich das Problem und klebt ein Pflaster auf das Lämpchen. Er versichert dir, dass du nun unbesorgt weiter fahren kannst, denn du siehst ja nun das Lämpchen nicht mehr.

Genauso gehen wir mit unserem Körper um, wenn der uns eine Botschaft schickt (siehe auch Kurt Tepperwein, Die Botschaft Deines Körpers). Zuerst bekommen wir unangenehme Gefühle. Da wir darauf gar keine Lust haben, ignorieren wir diese. Wenn sie zu unangenehm werden, dann versuchen wir sie zu betäuben. Da gibt es ja massig Möglichkeiten wie Medikamente und andere Drogen, Alkohol, Fernsehen, Computer, Spiele, Kaufsucht usw. Angeblich ist jeder Dritte in den westlichen Ländern abhängig – ich weiß nicht, ob diese Zahlen stimmen, ich habe sie nicht überprüft.

Eine gewisse Ablenkungszeit gestattet uns unsere Seele, aber wenn wir weiterhin wegschauen bzw. wegfühlen, dann bekommen wir die ersten körperlichen Symptome geschickt. Jetzt tritt der Fall ein – wie beim Öllämpchen – dass wir zum Arzt gehen und der uns ein Medikament verschreibt. Nun gehen wir wieder beruhigt nach Hause. Der Ursache für die Beschwerden müssen wir nicht auf den Grund gehen, wir haben ja nun etwas, mit dem wir die Symptome zudecken. Das kann wieder eine Weile ganz gut gehen, bis etwas Massiveres auftritt. Entweder bekommen wir dann noch stärkere Medikamente oder wir gehen sogar ins Krankenhaus und lassen uns etwas aus dem Körper schneiden.

Genauso ist es mit deinem Auto. Du fährst wieder in die Werkstatt und beschwerst dich, dass dein Wagen nun heiß läuft. Der Mechaniker ist ein ganz erfahrener und versichert dir, dass das kein Problem sei. Er schraubt das Ölkontrolllämpchen einfach raus. Dann kann es dich nie mehr stören. Bei so einer Behandlung deines Wagens wärst du entsetzt, denn du weißt aus Erfahrung, dass hier eine andere Verfahrensweise notwendig ist, um deinen Wagen zu retten. Denn das Öllämpchen an sich ist ja nicht defekt, im Gegenteil, es funktioniert vorzüglich, es gibt nur an, hier im Motorraum gibt es einen Bereich, da fehlt Öl und das muss dringend aufgefüllt werden. Zu so einem Mechaniker würdest du im Leben nicht mehr gehen.

Die Ärzte machen es aber mit unserem Körper ganz genauso. Sie behandeln das Öllämpchen, das Signal und nicht die Ursache, nicht die Stelle, wo wirklich etwas fehlt. Es ist traurig, aber wahr, dass die meisten Menschen sich besser mit ihrem Auto als mit ihrem Körper auskennen.

Diese Verfahrensweise entspricht dem Handeln aus Angst. Ich bemerke zwar, da ist etwas nicht in Ordnung, das fühlt sich nicht gut an, aber ich schaue weg. Ich bin hier im Vermeidungsmodus, aus der Hoffnung heraus, dass, wenn ich nicht hingucke, verschwindet es wieder. Weil wir nicht gelernt haben, wie wir funktionieren und noch weniger wie wir richtig damit umgehen.

Anerzogene Wahrnehmung

Wir werden permanent zu fremdbestimmten Menschen erzogen. Schau dir mal die Werbung für Medikamente an. Zuerst werden die Symptome aufgezählt und dann kommt das Wundermittel gegen diese Symptome. Kein Mensch spricht von der Ursache – als ob es so etwas nicht gäbe.

Zum Beispiel dieses Mittel gegen Ohrgeräusche. Wenn man wirklich unter so einem Symptom leidet, dann ist das schon ein Alarmzeichen. Aber in der Werbung freut sich der Mensch, dass er es erfolgreich nimmt: Das Ohrgeräusch ist weg und er kann genau so weitermachen wie zuvor.

 

Die Botschaft deiner Seele & deines Körpers ist aber eindeutig das absolute Gegenteil: Hör‘ auf mit dem Stress und komm‘ runter!

 

In so einem Fall ist es dringend angeraten Entspannungstechniken zu finden, die dir innere Ruhe und Frieden bringen und deinen Körper wieder in ein harmonisches Gleichgewicht bringen. Freude und Leichtigkeit sind angesagt, aber bestimmt kein Medikament, dass diese wichtige Botschaft ausblendet. So etwas kann tödlich enden.

‚Erst wenn das Samenkorn nicht mehr daran festhält, zu bleiben, was es ist, kann es werden was es sein soll: eine Pflanze!‘

Kurt Tepperwein

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