Wirksame Übungen zur Vergebung und Selbstbefreiung

Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein. 

Anatole France (Dichter, 1921 Nobelpreis)

 

Das Wichtigste bei deiner energetischen Arbeit ist immer: Es muß sich für DICH gut und stimmig anfühlen. Laß dich niemals von irgend jemanden zu irgendwelchen Praktiken verführen, die ein ungutes Gefühl in dir hervor rufen – das geht dann in die Hose. Vertraue deinem Unterbewusstsein. Es weiß immer, was für dich gerade am Besten ist.

 

Ho‘oponopono

Das hawaiianische Vergebungsritual

‚Das hawaiianische Vergebungsritual Ho’oponopono geht davon aus, dass in der Welt alles eins ist, auch wenn wir uns getrennt fühlen. Aufgrund dieser Verbundenheit kann nichts in der eigenen Welt geschehen, ohne dass es dazu nicht auch eine Resonanz im Betrachter gäbe. Man kann Probleme im Außen darum nur dann ändern, wenn man die innere Resonanz dazu heilt. Ho’oponopono besteht aus vier daraus resultierenden Wundersätzen:

„Es tut mir leid. Bitte verzeihe mir. Ich liebe dich. Danke.“

 

 

Ulrich Emil Duprée beschreibt in diesem Büchlein das Ho’oponopono auf einfache Weise und für jeden sofort umsetzbar.‘ (Auszug aus der Einleitung)

 

Ich bin immer und immer wieder – trotz langjährigen Erfahrungen – aufs Neue beeindruckt wie direkt eine innerliche Änderung im Körper zu spüren ist. Und wie schnell diese Veränderung im Außen sichtbar wird. Ho’oponopono ist eine meiner Lieblingstechniken, die du überall und direkt anwenden kannst.

 

Die Liste

Die Liste ist ein guter Anfang, um erst einmal eine Grundreinigung in dir vorzunehmen und zu üben.

  1. Mache dir die Vorteile der Vergebung bewusst.

Vergebung bedeutet nicht, dass du sagst: ‚Ich gebe mich geschlagen‘ oder ‚Ich hatte Unrecht und du hattest Recht‘. Es geht auch nicht darum, jemandem ein offenkundiges Fehlverhalten durchgehen zu lassen. Vergebung ist einfach ein Weg, der es dir ermöglicht, deinen Geist, dein Denken und Fühlen zu befreien und ein glücklicher Mensch zu werden. Vergebung ist der Preis, den du bezahlen müßt, um dafür inneren Frieden und einen starken Zuwachs an Lebensenergie zu erhalten. Ich finde, das ist ein fairer Handel.

  1. Erstelle eine Vergebungsliste (diese Übung basiert teilweise auf der Arbeit des Autors John Randolph Price, ‚The Abundance Book‘).

Schreibe die Namen aller Personen auf, lebender und verstorbener, über die du dich in deinem Leben geärgert hast. Bei den meisten Leuten entsteht dabei eine drei- oder vierseitige Liste. Es fallen ihnen plötzlich die Namen von Menschen ein, an die sie schon seit Jahren nicht mehr gedacht haben. Manche Leute schreiben sogar die Namen von Haustieren auf, mit denen sie irritierende Erlebnisse hatten, und fast jeder schreibt auch seinen eigenen Namen auf die Liste.

  1. Loslassen und vergeben

Ziehe dich in ein ruhiges Zimmer zurück, wo du ungestört bist und schalte alle Störfaktoren aus. Jetzt geh‘ die Namen auf der Liste nacheinander durch. Rufe dir das Bild jeder einzelnen Person ins Gedächtnis und sage zu ihm oder ihr oder zu dir selbst :

‚Ich vergebe dir und lasse dich jetzt vollständig los. Ab jetzt hege ich keinerlei Groll mehr gegen dich. Meine Vergebung ist vollkommen. Ich bin frei und du bist frei.‘

Es kann 30 Minuten oder länger dauern, bis du auf diese Weise allen Personen auf deiner Liste vergeben hast.

Wichtig ist aber, dass du die gesamte Liste durchgehst und nicht zwischendrin abbrichst. Wiederhole diese Übung so lange, bis du wirklich fühlst, dass bei keiner Person mehr ein negatives Feedback entsteht.

(Bei manchen Personen gelingt es einem augenblicklich und mühelos. Bei anderen dauert es etwas länger. Das braucht einfach etwas Geduld. Das Erstaunliche an dieser Arbeit ist jedoch, wie man direkt sogar körperlich spürt, wie man freier, leichter und glücklicher wird.)

  1. Tägliche Vergebung am Abend

Lass‘ abends vor dem Einschlafen den Tag Revue passieren. Gibt es einen Menschen, dem du wegen etwas, das heute vorgefallen ist, vergeben sollte? Oder dir selbst? Genauso wichtig wie das abendliche Waschen und Zähneputzen ist es, vor dem Einschlafen das Bewusstsein zu reinigen, damit Groll und Verbitterung erst gar keine Gelegenheit erhalten, sich anzustauen und festzusetzen. (Psychohygiene.)

Auszug aus dem Buch ‚Die Heilkraft der Engel‘ von Doreen Virtue)

 

Ich selbst habe wundervolle Erfahrungen mit dieser Übung gemacht. Menschen, die mich immer wieder drangsaliert haben, sind über Nacht einfach aus meinem Leben verschwunden. Das kam mir vor wie Hexerei und hat mich total beeindruckt. Der eine hat den Job gewechselt, der andere ist umgezogen und wiederum anderen bin ich urplötzlich einfach nicht mehr begegnet. Keine Ahnung, wo die hin verschwunden sind? Aber das Beste: manche haben sich sogar auf wunderbare Weise in tolle neue Freunde verändert! Solche Dinge muss man selbst erlebt haben, denn es ist wie pure Magie.

Beispiel: Sympathico, Kurt Tepperwein

Und nochmal, da es so wichtig ist: Habe vor allen Dingen Geduld mit dir!

Ich weiß, wovon ich sprechen, denn Geduld ist nicht gerade meine starke Seite und ich habe mir mit meiner Ungeduld schon einige Eigentore geschossen. Also: Sei liebevoll und geduldig mit dir selbst, denn du lernst ja gerade etwas ganz Neues. Ärgere dich nicht über dich selbst, wenn du nicht sofort allem und jedem von ganzen Herzen vergeben kannst. Manche Dinge sind so tief und verletzend gewesen, dass es einfach seine Zeit braucht.

Ich habe allein für die Vergebungsarbeit mit meinen Eltern fünf Jahre gebraucht! Natürlich nicht am Stück. Aber es kam immer wieder etwas Neues auf, das ich dann transformiert habe.

Wenn man ganz besonders schlimme, traumatische Kindheitserlebnisse hatte, kann ich hier noch eine Übung anbieten, die mir sehr geholfen hat: Ich habe sie von Louise L. Hay aus ihrem Buch ‚Gesundheit für Körper und Seele‘.

Vergebungsübung Kind

Stelle dir deine Eltern oder die Person, der du vergeben möchtest als kleines, zweijähriges Kind vor. Sehe sie deutlich vor deinem inneren Auge. Vielleicht ist das Kind sehr traurig und unglücklich, weil es nicht geliebt wird. Vielleicht wird es sogar auch misshandelt. Dann nimm es in dein Herz auf und gebe ihm Liebe und Verständnis.

Das ist auch eine wundervolle Arbeit mit sich selbst. Denn das Fatale an traumatischen Kindheitserlebnissen ist, dass wir nicht nur den Eltern die Schuld zuweisen, sondern uns selbst oft noch viele größere. Wir gehen als Kinder ganz automatisch davon aus, wenn wir nicht geliebt und geachtet werden, dass wir selbst daran Schuld sind, weil wir nicht gut genug, nicht wertvoll genug dafür sind.

Jetzt überlege mal, wie dann ein Erwachsenenleben aussieht mit solch einer inneren – zumeist unbewussten – Grundhaltung.

Daraus kann nichts Glückliches entstehen! Denn ob du es glaubst oder nicht, jeder Mensch überträgt seine Grundeinstellung auf alle anderen und alles in seinem Leben!

Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.

Dalai Lama

About Heidi

2004 Abschluss zur Dipl. Lebensberaterin bei Kurt Tepperwein an der Akademie der Geistigen Wissenschaften 2008 Buchveröffentlichung mit Prof. Peseschkian, Gründer der Positiven Psychologie, 'Glaube an Gott und binde dein Kamel fest' 2010 Artikelveröffentlichung in dem Buch 'Heilsame Wege - Plötzlich Krebs' von Anette Krahnke-Höner 2014 Self-Coaching-Studium bei Bodo Deletz an der Bodo-Deletz-Akademie

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